Zuerst war die Idee:

Howard Griffiths, Chefdirigent des Brandenburgischen Staatsorchesters, wollte eine verstärkte Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen und dachte über ein Projekt nach.

Die Akademie der Künste Berlin suchte für die von ihr geförderten jungen Komponisten einen Weg, Neue Musik an Kinder und Jugendliche heran zubringen und suchte Orchester, die daran Interesse hatten – der Weg zur gemeinsamen Projektidee war kurz!

Der Komponist Helmut Oehring – er ist in der Saison 2008/09 »Composer in residence« des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt - und seine Dramaturgin Stefanie Woerdemann entwickelten die Idee und diskutierten mit Vertretern der Akademie der Künste und des Staatsorchesters über die Umsetzung des Projektes. Arbeitstitel: Liebe. Heimat. Tod. Das alles sind Themen, die Jugendliche verstärkt beschäftigen.



Ausstellungseröffnung und Pressekonferenz

15. Juni 2009: An diesem Montag wimmelt es in der Konzerthalle schon früh von Schülern, Musikern und Organisatoren. Ein erster großer Moment im Projektverlauf ist gekommen: Um 11.00 Uhr treten Intendant Peter Sauerbaum, Komponist Helmut Oehring, Chefdirigent Howard Griffiths und Musiklehrerin Marga Dally zusammen mit den wichtigsten Partnern und Sponsoren vor die zahlreich erschienene Presse, um das Projekt zu erläutern, Fragen zu beantworten und das Programmheft vorzustellen. Im Anschluss leiten Solotrompeter Thilo Hoppe und stellvertretender Soloflötist Robert Hausdorf sowie Daniel Göritz, Gitarren-Solist bei der Uraufführung, mit kleinen Stücken des Komponisten Helmut Oehring zur Eröffnung der Ausstellung über. Den ersten Rundgang begleiten die Schüler mit selbst vorbereiteten und überzeugend vorgetragenen Texten. Die Besucher sind begeistert und nicht nur die Damen und Herren vom Podium, auch die Schüler werden von Zeitungen, Radiosendern und dem regionalen Fernsehen ausführlich zum Projekt befragt.

Am Abend findet die zweite Orchesterprobe statt. Darauf folgen zwei Tage mit jeweils zwei Proben, abends sind großer Chor, Kinderchor und Solistenschüler erstmals dabei. Alle machen gut mit, selbst die Kleinsten, auch wenn für die Uraufführung noch einige technische Details fehlen. Letztere werden am Freitag derselben Woche mit dem Aufbau der gesamten Technik ergänzt. In etwa 10-stündiger Arbeit werden 3 Leinwände installiert, Traversen für Scheinwerfer und Kameras eingebaut und die Pulte für Ton- und Videotechnik bestückt. Am frühen Abend kommen die Schüler, um einen ersten Live-Eindruck von ihren Aufgaben zu erhalten.





Proben, Proben, Proben

April/Mai 2009: Die zwei Monate vor der »heißen Phase« vergehen mit der Feinplanung der Proben- und Veranstaltungstermine im Juni – welches Ensemble wird wann gebraucht, wann soll die begleitende Ausstellung eröffnet werden und welche Texte und Bilder kommen ins Programmheft? Ein Filmteam von ARTE und ZDF, welches gerade einen Film über Helmut Oehring dreht, meldet sich und möchte bei der Uraufführung dabei sein. Anfang Mai werden die sehnlich erwarteten Noten vom Verlag Boosey & Hawkes verschickt. In den Tagen vor der Probe ist die Spannung in der ganzen Halle zu spüren: Überall proben die Musiker oder sprechen wichtige Partien der Kantate durch - man ist gespannt, was der Komponist zur ersten Interpretation seines Werkes sagt. Am Tag selbst sind auch die Huttenschüler anwesend. Sie haben Kopien der Partitur mitgebracht, auf denen sie ihrem Hörerlebnis zeichnerisch Ausdruck verleihen. Die erste Probe verläuft gut, Komponist und Chefdirigent kommunizieren in den Spielpausen intensiv, der Komponist beantwortet unzählige Fragen zum Stück aus den Reihen der Musiker.





Kleine Sänger ganz groß

22. Juni 2009: Tag zwei vor der Uraufführung: Schon vormittags sind Torsten Ottersberg und Veit Lup zusammen mit den Technikern vor Ort, um weiter an der Einrichtung von Ton- und Videotechnik zu arbeiten. Am frühen Nachmittag trifft das Filmteam ein, baut Scheinwerfer auf und macht erste Interviews. Kurze Zeit später treffen fünf Gesangssolistinnen vom Cottbuser Theater ein, die sich kurzfristig bereit erklärt hatten, einige der anspruchsvolleren Solostellen zu übernehmen. Es beginnt die erste Probe für Orchester und Technik, eine Stunde später kommt der Kinderchor dazu und übt seinen Auftritt durch die Halle. Schließlich stößt auch der große Chor dazu, und in den nächsten anderthalb Stunden erlebt die Konzerthalle zur Hauptprobe die ersten zwei kompletten Durchläufe der Kantate. Schon dieser Abend verläuft erfolgreich.





Es wird ernst

23. Juni 2009: Auch am Tag Eins vor der Uraufführung summt und brummt die Konzerthalle schon ab dem frühen Vormittag: Musiker proben knifflige Stellen, an der Sitzordnung wird gefeilt, die ersten Stuhlreihen werden ganz entnommen, um den Zuschauern ein optimales Hör- und Seherlebnis zu gewährleisten, den geladenen Gästen werden entsprechende Sitzplätze reserviert. Das Filmteam entdeckt den Dachboden der Konzerthalle als idealen Interview-Ort und befragt Helmut Oehring in luftiger Höhe über den Dachgewölben des Hauses. Gegen Abend beobachten Passanten neugierig die in Frack und Anzug ankommenden Musiker und Sänger. Ist heute schon Konzert? Das nicht, aber das Filmteam, welches seinen Film für ARTE/ZDF produziert, hatte um diese Kleiderordnung gebeten, um möglichst viele Bilder für die Darstellung der Aufführung einfangen zu können. Mit einer Kamera sind sie ab 19:00 Uhr vor Ort und filmen die Generalprobe.





Uraufführung

24. Juni 2009: Uraufführung. Wenige Minuten vor 20:00 Uhr schließt sich der Vorhang hinter der Loge, die beiden Chöre platzieren sich dahinter. Nachdem Chefdirigent und Komponist das Publikum begrüßt und kurz in das Stück eingeführt haben, kann es losgehen. Überraschungsmoment für die Zushörer: Hinter ihrem Rücken tritt durch den Vorhang der Kinderchor auf. Die Kantate »Liebe. Heimat. Tod?« beginnt mit dem polnischen Volkslied »Maciej«, gesungen vom jungen Solisten Richard Wolf vom Knabenchor der Singakademie, begleitet vom Kinderchor, die zusammen durch die Konzerthalle zur Bühne schreiten.
Das Orchester, die Chöre, die Schüler und die Sänger geben an diesem Abend ihr Allerbestes. Der Wechsel von nahezu rockig-lauten Stellen hin zu zartestem Kindergesang, unterbrochen von Klang- und Bildcollagen, geht unter die Haut. Nach knappen 60 Minuten geht das Stück mit einem Schlaflied aus Des Knaben Wunderhorn zu Ende. Nach einigen Sekunden absoluter Stille gibt es tosenden Applaus, stehende Ovationen und Bravorufe für die Solisten. Eine gelungene Uraufführung eines bemerkenswerten Werkes, das nicht nur für, sondern vor allem mit Jugendlichen entstanden ist.






Die Macher: Schüler der Ulrich-von-Hutten-Gesamtschule

Herbst 2008:
Im neuen Schuljahr setzen die Kunstschüler bei Frau Rachow die im Sommer entwickelten Ideen um: Sie erstellen psychologische Selbstbilder, fertigen Labyrinthbilder aus den Texten zu Helmut Oehrings Komposition und gestalten Papierröhren zu musikalischen Objekten, die zu einem großen Mobile zusammengefügt werden. Die Arbeiten werden auch fotografisch dokumentiert. Die Objekte, Bilder und Zeichnungen sowie ausgewählte Fotos werden zusammen mit den Ergebnissen der Januar-Projektwoche eine Ausstellung ergeben, welche parallel zur Aufführung des Stückes im Juni in der Konzerthalle zu sehen sein wird.





Tüftler während der Projektwoche

12. Januar 2009, Konzerthalle: Beginn der Projektwoche. Am ersten Tag gibt es ein Wiedersehen der Schüler und ihrer Lehrerinnen mit Helmut Oehring und Stefanie Wördemann. Sie sind gekommen, um den ersten Teil der Kantate »Liebe. Heimat. Tod« und das Libretto vorzustellen, welches aus Texten der Schüler sowie aus von Brahms vertonten Gedichten aus der Romantik besteht. Bilder und Mitschnitte vorheriger Stücke sowie vom Klangwürfel, welcher später von den Schülern außen malerisch und innen mit allen möglichen Geräuschen, Bildern und Filmausschnitten bestückt und gestaltet werden soll, geben weitere Eindrücke vom Stand des Projekts und schaffen Inspiration für die Arbeit der Woche. Die Gruppe ist sichtlich interessiert und lauscht gespannt. Auch die regionale und überregionale Presse ist vertreten, ebenso Evelyn Hansen von der Akademie der Künste.

Treffpunkt und Herzstück der Arbeit dieser Woche ist das mobile Tonstudio von Soundesigner Torsten Ottersberg, das im Klubraum der Konzerthalle eingerichtet wurde und unterschiedliche Arbeitsplätze zur Gestaltung und Bearbeitung von Tönen, Texten und Geräuschen umfasst. Während die Kunstschüler ihre Arbeit in der Huttenschule beginnen, führt Torsten Ottersberg die Musikschüler in sein mobiles Studio ein. Er erläutert die fünf Bereiche, in welchen im Laufe der Woche zum Thema der Komposition gearbeitet werden kann: Texte/Dramatik, Klangcollagen, Nachrichtencollagen, Interviews sowie Ton/Musik-Samples. Die Gruppen sind schnell verteilt, jeweils zwei bis drei Schüler finden sich zusammen und erhalten einzeln eine technische Einführung in ihren Bereich.

Anschließend kann es losgehen: Mit Aufnahmegeräten ausgestattet, ziehen drei Gruppen los in die Stadt. Die Klangcollagen-Gruppe sammelt Geräusche, welche ihre Heimatstadt ausmachen, die Samplergruppe sucht Klänge, die sich später verfremden und zu musikalische Collagen verarbeiten lassen und die Interview-Gruppe nimmt Statements von Passanten zu den Titel-Themen Liebe. Heimat. Tod. auf. Die vierte und fünfte Gruppe bleibt im Studio und übt sich im Bearbeiten von Texten sowie im Sammeln von Nachrichtenschnipseln aus dem Radio. Mit lauter kleinen Schätzen an Klängen, Tönen und Texten bepackt, kehren die Ausgeflogenen später ins Studio zurück, spielen das Eingefangene vor und ernten Lob und anerkennendes Lachen von Mitschülern, Lehrerin und Sounddesigner. Nun werden die Klänge am Computer zusammen geschnitten, ausgewertet und verarbeitet. Einige ziehen mehrmals los, um weitere Klänge und Statements zu sammeln und so ihre Collagen zu vervollständigen.
Bemerkenswert schnell sind die Schüler mit den komplizierten Schnittprogrammen vertraut, Probleme beheben sie zusammen mit Herrn Ottersberg, oft aber auch durch gegenseitige Unterstützung. Trotz der für sie ungewöhnlichen Arbeitsweise jenseits festgelegter Schulstunden und planmäßiger Ergebnisse finden sich die Schüler meist schnell in den Ablauf ein, welcher zwischen konzentriertem kreativen Arbeiten und selbst gewählten Pausenzeiten wechselt.

Währenddessen sind die Kunstschüler in der Schule teils mit der Verfremdung von Stühlen zum Projektthema beschäftigt, teils mit der fotografischen Dokumentation der Woche, was einen von ihnen auch täglich in die Konzerthalle führt, wo er den Stand der Arbeit und ganz fasziniert auch die vorhandene Technik in Bilder fasst. Es entstehen Kunstwerke und ganze Landschaften auf Sitzmöbeln sowie eine Fotopräsentation, welche alle Schüler und deren Arbeitsbereiche vorstellt.

16. Januar 2009: Am Ende der Woche treffen sich alle wieder in der Konzerthalle, um nicht nur die Arbeit der Woche gegenseitig zu begutachten, sondern auch um einmal alle Gesichter auf ein Foto zu bannen und alle Stimmen auf einer Aufnahme: Mit dem Schrei »Liebe! Heimat! Tod!« aus rund 30 Kehlen, den Torsten Ottersberg sowohl vor der Konzerthalle als auch unter der Oderbrücke aufnimmt, wird ein ganz persönlicher Teil jedes Einzelnen in das Werk Oehrings einfließen. Es folgt die Fotopräsentation der Kunstschüler, welche alle Bereiche nochmalsim Bild Revue passieren lässt, sowie die Vorführung der Klangkunstwerke aus eingesprochenen Schülertexten, Radioschnipseln, Geräuschen der Stadt einerseits als Collage, andererseits als rhythmische Komposition sowie die komprimierten Statements verschiedenster Altersgruppen zum Projektthema. Teilnehmer, Organisatoren sowie Komponist und Librettistin sind erfreut und beeindruckt von den Ergebnissen, Torsten Ottersberg dankt den Schülern ausdrücklich für ihre Beiträge und deren Inspiration für die Fortführung der Komposition.
Besonders die Musikschüler sind im Rückblick dankbar und erfreut für die Möglichkeit, ganz neue Erfahrungen zu machen und ihrer Phantasie freien Lauf lassen zu können. Das freie und lockere Arbeiten in der Gruppe hat ihnen ebenso gefallen wie die Möglichkeit, viel unterwegs zu sein und nach eigener Wahl Töne und Geräusche einzufangen und zu verarbeiten.
Zum Abschluss der Woche hören die Schüler die Generalprobe des 5. Philharmonischen Konzerts des Brandenburgischen Staatsorchesters, wo mit »GOYA I« ein Stück Helmut Oehrings gespielt wird. Von Chefdirigent Howard Grifftiths und Helmut Oehring eingeführt, lauschen die Schüler gebannt dem Stück zu einem Motiv des Malers Goya, welches die Schrecken des Krieges aus Kindessicht thematisiert.

Bei der anschliessenden Pressekonferenz stellen sich Akteure, Organisatoren und Sponsoren den Fragen der Presse, wobei besonders der Komponist und die zwei anwesenden Schüler mit Fragen bestürmt werden.

Dass die Arbeit allen viel Spaß gemacht hat, wird am Ende der Projektwoche klar, als weitere Schritte besprochen werden. Die Kunstschüler wollen sich um die Ausgestaltung der Ausstellung kümmern, welche ab 12. Juni in der Konzerthalle zu sehen sein wird. Die Musikschüler wollen Torsten Ottersberg tageweise in seinem Berliner Studio besuchen, um an ihren Kunstwerken zu feilen. Diese werden anschließend die weißen Stellen in der Komposition Helmut Oehrings und in Teilen den Sound-Würfel füllen, welcher begleitend zu Ausstellung und Aufführung in der Konzerthalle aufgestellt werden wird. Es bleibt also weiterhin spannend!






Musik und Technik

März 2009: Nach der erfolgreichen Projektwoche geht es nun langsam ans »Eingemachte«, sowohl für die Schüler als auch für Administration und Technik: In Gruppensitzungen arbeiten die Musikschüler mit Torsten Ottersberg in seinem Berliner Studio an ihren Klangcollagen, wofür sie freiwillig am Wochenende anreisen. Des Weiteren wird der Klangwürfel, von den Schülern ob ihres Gestaltungskonzepts »Black Box« getauft, von den Orchesterwarten in der Käthe Kollwitz-Schule in Anklam abgeholt und in die Huttenschule gebracht. Dort wird er in den folgenden Wochen von Torsten Ottersberg mit Fotos, Filmen und Klangcollagen neu bestückt und seine äußere Hülle von den Kunstschülern bemalt und beklebt.
Außerdem werden die technischen Anforderungen der Uraufführung geplant, diskutiert und angepasst, was Ende März zusammen mit allen wichtigen Akteuren vor Ort in der Konzerthalle nochmals abgestimmt wird. Wichtigste Neuerung: Der große Chor der Singakademie wird hinter dem Publikum im Kammermusiksaal auftreten, es verspricht also ein Konzert mit einem gewissermaßen »doppelseitigen« Klangerlebnis zu werden. Außerdem sollen drei Leinwände installiert werden, welche neben den Bildcollagen der Schüler auch live die sprechenden und musizierenden Solisten zeigen werden.






12. September 2008: Arbeitstreffen BSOF, AdK, Komponist Oehring, Dramaturgin Woerdemann, Lehrerin Dally. Es wird ernst! Die nächsten Termine werden festgelegt, die Arbeit am Libretto schreitet voran. Vom 12.- 16. Januar 2009 wird es eine Projektwoche geben, in der die Schüler mit Aufnahmegeräten auf der Straße, in Straßenbahnen »auf Jagd« gehen werden und Meinungen, Diskussionen und Dialoge über die Projekt-Themen einfangen werden. Diese Aufnahmen werden sie dann im Berliner Studio von Torsten Ottersberg verarbeiten, abmischen, verfremden und sie dann mit dem Komponisten in das Projekt einbringen. Am Ende der Projektwoche steht das 5. Philharmonische Konzert des Staatsorchesters, in der die Schüler ein Werk von Helmut Oehring kennen lernen werden: »Goya I. Yo lo vi«, ein Teil desZyklus, dessen zweiter Teil - Goya II - am 11. Oktober in der Berliner Philharmonie anlässlich der Verleihung des Schönberg-Preises an den Komponisten uraufgeführt wurde.

Am 10. Juli 2008, kurz vor den Ferien: Das erste Treffen der Schüler mit Helmut Oehring, Stefanie Wördemann und Torsten Ottersberg findet statt Dabei sind Lehrer und Vertreter des Orchesters als Moderatoren und interessierte Zuhörer. Das gegenseitige Interesse, die Sympathie sind zu spüren. Die Dramaturgin wird aus Texten der SchülerInnen ein Libretto schreiben.

Juni 2008: Im Deutschunterricht bei Gundula Ragwitz erarbeiten sich die Schüler die Projektthemen im kreativen Schreiben. Es entsteht eine Reihe einfallsreicher und berührender Prosatexte und Gedichte.
Im Musikunterricht bei Marga Dally lernen Schüler der 11. Klasse den Komponisten Helmut Oehring sowohl musikalisch als auch biografisch kennen. Mit dem Wissen, wie Oehring zur Musik und zum Komponieren gekommen ist, entwickeln sie selbst ein Musikstück auf einen seiner Titel - »Verlorenwasser« - und vergleichen es anschließend mit dem Original. Tatsächlich gab es übereinstimmende musikalische Ideen, ein Aha-Erlebnis für die Schüler.
Im Kunstunterricht bei Geertje Rachow werden erste Ideen für Bilder, Skulpturen und Installationen zur Visualisierung der Projektthemen gesammelt.

Im Frühjahr 2008 ging das Brandenburgische Sinfonieorchester Frankfurt auf die Suche nach schulischen Partnern und fand sie in der Frankfurter Gesamtschule Ulrich von Hutten. Die Fachberaterin für Musik Marga Dally war sofort vom Projekt begeistert und sprach mit Schülern der Sekundarstufe II, die in Musik-, Kunst- und Schreibkursen arbeiteten. Der Entschluss, das Projekt mit ihrer Schule, der Ulrich von Hutten-Gesamtschule, umzusetzen, steht schnell fest. Begeisterung steckt an: Weitere Kollegen sichern ihre Mitarbeit zu. Im Deutsch-, Kunst- und Musikunterricht wollen sie sich mit den Projektthemen »Liebe, Heimat und Tod« beschäftigen. Ein wichtiger Schritt ist getan!









 
 
 

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Robert Hausdorf

Robert Hausdorf wurde in Berlin geboren. Er studierte 1990 – 1994 an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“ Berlin bei Prof. Eberhardt Grünenthal; Unterricht für Piccoloflöte nahm er bei ... mehr »
 


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