4. Klassik am Sonntag

- Joseph Haydn: „L’anima del filosofo“ – Ouvertüre
- Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert für Flöte und Orchester A-Dur A-Dur Wq168/ H438
- Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
- Sophia Neugebauer, Flute
- Johannes Klumpp, conductor
Die 7. Sinfonie stellte zu Beethovens Lebzeiten seinen größten Erfolg dar. Aus einer langsamen Einleitung entsteht eine Sinfonie, die vor allem mit ihren tänzerischen Elementen überrascht. Als »Apotheose des Tanzes« erinnert die Sinfonie schon fast an eine Tanzmusik. Zum 200. Todestag Beethovens wollen wir hier, fast auf den Tag genau, den großen Komponisten der Wiener Klassik würdigen. Dazu haben wir den Dirigenten Johannes Klumpp als Spezialisten für die Wiener Klassik eingeladen. Johannes Klumpp ist künstlerischer Leiter der Heidelberger Sinfoniker und des Folkwang Kammerorchesters Essen. Mit großem Enthusiasmus verfolgt er sein Anliegen, die Musik zu den Menschen zu bringen.
Beethovens Sinfonie voraus stehen Werke von Joseph Haydn und Carl Philipp Emanuel Bach. Als Wegbereiter der Sinfonie zeigte Haydn Beethoven diese Gattung auf, während Carl Philipp Emanuel Bach am Übergang vom Barock schon als Frühklassiker die neue musikalische Zeit vorbereitete. Neben den Sinfonien schuf Haydn auch Opern wie »Der Seele des Philosophen«, deren Ouvertüre hier erklingen wird. Der Bezug zu Orpheus und Eurydike stellt die Kraft der Musik in den Mittelpunkt der Handlung.
Carl Philipp Emanuel Bach komponierte sein Flötenkonzert in A-Dur am Hofe Friedrichs II. für die Hausmusik des Königs. Das übersprudelnde, spritzige Konzert entsprach dabei nicht unbedingt den Anforderungen des Hofes.
Dennoch lebte Bach hier seine Kreativität aus und lässt die Flöte frei aufspielen. Die polnische Flötistin Zofia Neugebauer widmet sich diesem Konzert mit lyrischem Klang und frischen künstlerischen Visionen, die sie zu einer der profiliertesten Flötistinnen ihrer Generation machen.