Brahms - Symphnonies 1 & 2

André Sittner, MDR Figaro, 18.06.2015

... die Urfassung allerdings, die Griffiths hier vorlegt, ist dann doch selten. Was bei den ersten Takten schon auffällt, ist der satte und doch gut strukturierte Orchesterton. Der Brite hat das Brandenburgische Staatsorchester tatsächlich zu neuen Höhen geführt und offenbar stimmt dort auch die Chemie extrem gut ... Und man hört hier einen nicht nur sauber gebotenen, sondern gut durchdachten, schön phrasierten, atmenden und auch auf Feinheiten orientierten Brahms. Dabei verfällt der Brite nicht in die Manier, auf Tempo zu setzen, sondern kostet aus, lässt musikalischen Entwicklungen Zeit und vermag sie auch zu gestalten. Das Brandenburgische Staatsorchester bietet hier das, was es wirklich kann, und das ist, auch im größeren nationalen und internationalen Vergleich, weit mehr als nur solides Musizieren.

Peter Buske, Märkische Oderzeitung, 09.06.2015

... dazu gehören wichtige Details für Übergänge, Balanceverhältnisse und Tempovariationen, die im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten sind. Und so sitzen nun wie zu Meisters Zeiten die ersten und zweiten Geigen vis à-vis. Man hört es genauso wie den damit verbundenen Effekt für ein intensiveres Klangbild. Es ist von Lebendigkeit geprägt, von Helle und Leichtigkeit. Der Dirigent lässt beide Sinfonien schlank und transparent musizieren. Er verzichtet auf einen gefühlvollen romantischen Sound, setzt stattdessen auf eine analytische, detailbetonte, tempozügige und straff pulsierende Spielweise ... Der Hörer darf sich auf die Veröffentlichung der CD mit der dritten und vierten sinfonie von Brahms freuen.

Dr. Ingobert Waltenberger, Online Merker, 21.06.2015

... In diesem... Rahmen sind dem Dirigentenallrounder Howard Griffiths stringente anrührende Wiedergaben der ersten beiden Brahms Symphonien gelungen... Das Lebendige der Aufnahme sieht Griffiths (exzellentes Interview im Booklet) vor allem in den Tempi und den Klangfarben. Als Hörer stimme ich dem zu und ergänze, dass dem musikalischen Fluss ein besonderes Naturelement innewohnt... Griffiths und seinen exzellenten Musikern gelingt es, dieser herrlichen Musik das Märchenhaft-Geheimnisvolle zu belassen...



Tansman, Alexandre - Werke für Klavier & Orchester

Dr. Michael Loos, 28.05.2012

... Die dynamische Vielfalt der Interpretation verdient eine besondere Hervorhebung, Griffiths kostet die zahlreichen Nuancen der 'Stèle' von den Ausbrüchen des ersten Abschnittes bis zum Verlöschen des abschließenden 'Lamento' voll aus. Dazwischen liegt ein geradezu wilder Abschnitt, eine Art virtuoser Orchester-Etüde, in der die brandenburgischen Musiker glänzen können.

Elisabeth Richter, WDR3 TonArt, 13. Juli 2012

... Die Präzision und Souveränität mit der Christian Seibert den höllisch schweren Klavierpart spielt, sind schlicht faszinierend und sein musikalisches Feuer, seine Empfindsamkeit und seine Anschlagsnuancierung sind wie geschaffen für Tansmans farbenreiche Tonsprache...

Giselher Schubert im Fachmagazin FONO FORUM vom Juni 2012

... mitunter aberwitzige Virtuosität teilt sich, wenn sie derart souverän-selbstverständlich gemeistert wird, als eine mühelos klangvolle Überwindung vertrackter Spielprobleme mit, die geradezu Vergnügen bereitet. Und in den ruhigen Teilen gibt ihr Seibert kontrastvoll Ausdruckstiefe, ohne sie zu belasten ...

Peter Cossé auf Klassikheute.de, Juni 2012

Mit den Aufnahmen des Pianisten Christian Seibert und des von Howard Griffiths geordnet und zugleich lebendig geführten Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt ist es nun möglich, sicher näher mit dem Schaffen des 1897 in Lodz geborenen Autoren zu befassen. Seibert und seine Partner in den beiden Konzertstücken (Concertino, Pièce Concertante) gelingt es ohne jede gestalterische Verrenkung, die angenehme, hin und wieder leicht ätzende, zuweilen auch amüsante Ton- und Klangsprache dieses – wie zitiert – ästhetisch unangefochtenen Komponisten zu treffen, sie sozusagen in ihren spielerischen wie etwas tiefer lotenden Passagen als berechtigt und hörenswert zur Diskussion zu stellen...



Bach in Brandenburg

Matthias Käther, kulturradio, 04.02.2013

... Überraschend an der neuen Aufnahme der Brandenburgischen Konzerte Nr. 2 und 5 ist die Durchsichtigkeit und fast händelsche Gelöstheit des Orchestersatzes – das Klischee vom strengen Bach wird hier auf amüsante Weise unterlaufen. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst des britischen Dirigenten Howard Griffiths, der den Tanzmusikcharakter der Suiten stark betont.

... Das Staatsorchester Frankfurt/Oder ist mit seinen über 80 Musikern eher gerüstet fürs 19. und 20. Jahrhundert und nicht gerade ein schlanker Barock-Klangkörper. Dennoch ist es den Musikern überzeugend gelungen, einen Bach zu zelebrieren, der federleicht und zupackend zugleich ist – und das dank einiger Tricks, die auch bei einem großen Orchester funktionieren: vor allem wenig Vibrato und prägnante Artikulation.

Auch auf dieser CD bleibt das Staatsorchester Frankfurt/Oder seinem Anliegen treu, sich für unbekannte Werke der Klassik stark zu machen. Neben Johann Sebastian Bachs Musik ist ein frühes Cembalo-Konzert des Sohnes Carl Philipp Emanuel zu hören. Dieses Konzert ist den Beteiligten besonders wichtig, denn der Komponist hat es in jungen Jahren speziell für Frankfurt geschrieben.

... Allein dieses frühe G-Dur-Konzert lohnt die Anschaffung der Aufnahme – und das wird sicher nicht die letzte Bach-Entdeckung des Staatsorchesters mit seinem Dirigenten Howard Griffiths bleiben.

Peter Buske, Märkische Oderzeitung, 21.02.2013

In verschiedenen Genres und Stilen sattelfest zu sein, zeichnet die Musiker des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (BSOF) aus. Je nach Lust und Laune und Vermögen können sie vibratosüchtige Romantiker, handfeste Jazzer, flink reagierende Filmmusiker, anschmiegsame Sängerbegleiter oder forsch agile Barocker sein. Letztere haben jahrelang in einer speziellen Konzertreihe entsprechende Erfahrungen gesammelt, und einige von ihnen nun als 15-köpfige Streichertruppe unter Leitung von Howard Griffiths „Bach in Brandenburg“ entdeckt…. Worüber verfügen sie, was andere Spielvereinigungen nicht haben? Sie sind von einem sehr förderlichen Ensemblegeist geprägt. Zweitens vermögen sie mit ihrer frischen, unbekümmerten, aber um historische Aufführungspraxis wissende Spielfreude spontanes Hörinteresse zu erwecken. Und drittens benutzen sie moderne Instrumente, was auf eine von heutigem Geist erfüllte Sicht auf die Alte Musik verweist, die ohne überlieferte Normen und artikulatorische Spitzfindigkeiten auskommt...



Die Hexe und der Maestro Eine märchenhafte Orchestergeschichte
Howard Griffiths

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur / Auswahlliste 2012

In einem kleinen Dorf leben merkwürdige Familien: die Streicher-, die Holzbläser-, die Blechbläser und die Schlagzeugfamilie. Im kleinsten Haus wohnt das schöne Fräulein Harfe, und im schönsten Haus der Maestro. Aber da gibt es im finsteren Wald auch noch die kleine Hexe, deren große Leidenschaft das Geigenspiel ist.

Wie schließlich alle in einem wunderbaren Konzert zusammenfinden, erfährt der Leser in einer spannenden Erzählung und in großformatigen farbenfrohen Bildern, aber auch mit Musikbegleitung auf einer CD. Anschaulicher, spielerischer und unterhaltsamer kann man Kinder kaum in die einzelnen Musikinstrumente und das Funktionieren eines Orchesters einführen.

Schweizer Musikzeitung, 11.12. 2012

... Nein, die Geschichte wollen wir nicht auflösen. Nur noch davon berichten, dass es sich um ein bezauberndes Buch handelt, das sich reich bebildert als schönste Weihnachtsgabe eignet für Kinder ab fünf Jahren… Besonderes Lob verdient die hübsch-liebenswürdige Musik des Schweizer Komponisten Fabian Künzli. Sie wurde speziell für „Die Hexe und der Maestro“ komponiert und steht Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf“ oder Camille Saent-Saens „Karneval der Tiere“ kaum nach ...

Focus/ tbhb, 07.01.2013

... Dafür hat sich der britische Dirigent Howard Griffiths, derzeit Chef des Brandenburgischen Staatsorchesters, für einmal nicht auf die Partitur verlassen, sondern eine eigene Geschichte ausgedacht: zum Vorlesen und Anschauen, oder gleich als CD mit zauberhafter Musik von Fabian Kuenzli. Eine kleine Hexe mischt da die Orchesterharmonie auf; es kommt zum Eclat und wird doch am Ende ein prächtiges Konzert. Bravo aus dem Publikum!

Märkische Allgemeine Zeitung / Matthias Müller / 28.08.2012

Die zauberhafte Orchestergeschichte hat sich Howard Griffiths ausgedacht und erst kürzlich als Buch veröffentlicht. Der Chefdirigent des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt hat das Märchen von der kleinen Hexe, die unbedingt die erste Geige in einem Orchester spielen möchte statt den Zauberbesen zu schwingen, von dem Schweizer Komponist Fabian Künzli vertonen lassen. Ein packendes Kunststück mit liebevollem Humor gewürzt und absolut kindgerecht. Es hat das Zeug dazu, Sergei Prokofjews „Peter und der Wolf“ als lehrreichen Kindermusik-Klassiker abzulösen.



Symphonic Poems - Poland abroad Vol. 2

NDR / Elisabeth Richter / 22.01.2008

... Ein opulentes Klanggemälde, voller Raffinesse im Orchestersatz, auch mit gut hörbarer Hommage an Richard Wagner, aber dennoch mit sehr eigenem Profil ...

... Dass die gesamte CD einen, man darf es einmal etwas überschwenglich formulieren, überwältigenden Eindruck hinterlässt, ist auch besonders dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder unter Jürgen Bruns zu danken. ... Er inspiriert das Orchester zu einer außergewöhnlichen Leistung, sorgt für wunderbare Balance der Instrumente, für strukturelle Durchsichtigkeit. Das kommt etwa dem zarten Poème für Violine und Orchester des Ausschwitz-Überlebenden Simon Laks zugute, Solistin ist Klaudyna Schulze-Broniewska ...

... Ganz ähnlich empfindsame Klänge gibt es in Alexandre Tansmans "Hommage an Erasmus von Rotterdam", 1969 ein Auftragswerk der Stadt Rotterdam anlässlich des 500. Geburtstages von Erasmus. Auch hier vermittelt das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt unter Jürgen Bruns mit wunderbarer Sensibilität das für Tansman typische Nebeneinander von traditioneller und sehr moderner Tonsprache.

Eine CD-Produktion, an der Liebhaber spätromantischer, impressionistischer wie expressionistischer und experimentierender Musik große Freude haben werden.

Bayern 4 Klassik / Oswald Beaujean / 12.03.2008

... Für mich eine der wichtigsten und wertvollsten Veröffentlichungen im sinfonischen Bereich seit längerem - bezeichnend, dass ein wenig bekanntes, gleichwohl ausgezeichnet musizierendes Orchester und ein kleines Independent-Label dafür verantwortlich zeichnen. Die Produktion erfolgte im Anschluss an ein Konzert vom März 2006, in dem die Geigerin Klaudyna Schulze-Broniewska und das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt unter Jürgen Bruns den musikalischen Wechselströmen zwischen Polen, Deutschland und Frankreich nachspürten. Was man dabei zu Tage förderte, ist erstaunlich ...

... Eine schöne, eine wichtige, auch eine berührende CD, eine Veröffentlichung, die zeigt, welche Schätze nach wie vor zu heben sind, wenn man den Spürsinn, den Willen und nicht zuletzt den Mut dazu besitzt. Eine CD auch, die erst der ausgezeichnete, ausführliche und höchst informative Begleittext von Frank Harders-Wuthenow und Stefan Keim so richtig rund macht. Die Lektüre ist ebenso zu empfehlen wie die gesamte Produktion.



Eduard Erdmann
Capriccio op. 21 / Sinfonie Nr. 3 19

Klassik heute / Michael B. Weiß / 13.12. 2005

„... spielen die Brandenburger diese Werke so vertraut, als ob sie mit diesen eine jahrzehntelange Aufführungstradition verbände ...“

PNN / Peter Buske/ 2005

... Analytischen Sachverstand bringt der Dirigent Israel Yinon ein, um die dichten Satzstrukturen bis in den letzten Winkel zu durchleuchten. Diese extreme Durchhörbarkeit, gepaart mit ebensolcher dynamischen Bandbreite, ist schlichtweg faszinierend. ... Kurzweilig und kunstreich zeigen sich die „Capricci“, eine Versammlung von farbig instrumentierten Motivbildungen ... Vor allem dieses Stück sollten die Frankfurter Musiker ihrem Konzertpublikum nicht länger vorenthalten. Was auf der vortrefflich edierten CD zu erleben ist, offenbart einen großbesetzten, in seiner Klangqualität erstaunlich gewachsenen Klangkörper. ...



Die Rosenzüchterin

Rolf-Hans-Müller-Preis für Filmmusik beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden / 2004

Der siebenköpfigen Jury lagen 54 Werke vor. ... Sie gab den Preis dem in Berlin lebenden Komponisten Karim Sebastian Elias für die Orchestermusik zu dem Film „Die Rosenzüchterin“, produziert von der Regina Ziegler Film für das ZDF; Regie: Erhard Riedelsperger.

... Die Jury zollt nicht nur dem Brandenburgischen Staatsorchester und seinem Dirigenten Gernot Schulz Respekt, sondern auch der Produzentin und dem Auftraggeber. Denn die Jury versteht ihre Entscheidung auch kulturpolitisch: Orchester sollten nicht abgeschafft, sondern beauftragt werden, z.B. mit Filmmusik ...

... Der Soundtrack der „Rosenzüchterin“ erschien bei Sony Classical.


 
 
 

DER KONZERTTIPP



Sonnabend, 01. Juli 2017,
16.00 Uhr
Kloster Chorin


Choriner Musiksommer 2017

Felix Mendelssohn
Violinkonzert e-Moll op. 64

Anton Bruckner:
Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Iskandar Widjaja, Violine
GMD Howard Griffiths, Dirigent





Preise unter www.choriner-musiksommer.de
 


WUSSTEN SIE SCHON?