2. Klassik am Sonntag

- Fanny Hensel: Ouvertüre C-Dur
- Wolfgang Amadeusz Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur KV 297b für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester
- Felix Mendelssohn: I Symfonia c-Moll op. 11, MWV N 13
- Akeo Watanabe, obój
- Sebastian Schneider, klarnet
- Hyunjin Kim, fagot
- Dominic Molnar, waltornia
- Felix Mildenberger, dyrygent
Felix Mendelssohn Bartholdy und seine Schwester Fanny Hensel gehören zu den Dream-Teams der Klassikwelt. Ihre Kindheit und Jugend verbrachten sie gemeinsam musizierend oder beim Studieren mit Carl Friedrich Zelter, dem Musikpädagogen und Gründer der Sing-Akademie zu Berlin.
Je älter die beiden musikalischen Wunderkinder wurden, umso mehr teilten sich jedoch gesellschaftsbedingt ihre Lebenswege. Während Felix als Pianist und Komponist in die Öffentlichkeit trat und unter anderem mit der Wiederentdeckung von Bachs »Matthäus-Passion« Aufsehen erregte, wurden die musikalischen Aktivitäten von Fanny als komponierende Frau in den privaten Bereich zurückgedrängt.
Trotz der Unterstützung ihrer Familie war es ihr nicht vergönnt, im öffentlichen Rahmen präsent zu sein. Dennoch komponierte auch sie qualitativ hochwertige Werke wie die Ouvertüre in C-Dur für Orchester – ein strahlendes Werk aus fließenden Melodien, im Wechselspiel von Streichern und Bläsern sowie mit harmonischen Raffinessen.
Gemeinsam mit der romantischen Sinfonie Nr. 1 ihres Bruders, die noch der Wiener Klassik verpflichtet ist, steht die Musik der Wunderkinder der Familie Mendelssohn bei diesem Konzert im Fokus. Ergänzt wird das Programm durch das Werk eines weiteren Wunderkindes. Mit der »Sinfonia concertante« für vier Bläser und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart bietet sich für vier Musiker des BSOF die Gelegenheit, solistisch hervorzutreten. Musikalisch besticht besonders der dritte Satz mit seinem Thema und zehn Variationen durch Spielfreude und Ideenreichtum.
Als Wunderkinder in die Wahrnehmung der Zeitgenossen eingetreten, konnten alle drei – Fanny, Felix und Wolfgang Amadeus – auch im Erwachsenenalter als musikalische Genies weiterwirken und mit ihren Werken gleichermaßen berühren und erfreuen.