5. Niedzielny poranek muzyczny »Streichquintett«

- Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D956
- Richard Soldan, skrzypce
- Zhi 1. skrzypce, skrzypce
- Mingyue Yu, altówka
- Yura Park, wiolonczela
- Thomas Georgi, wiolonczela
Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur fällt mit seiner ungewöhnlichen Quintettbesetzung mit zwei Violoncelli auf. Im Sinne unseres Saisonmottos »Begegnungen« trifft hier ein Streichquartett auf ein zusätzliches Violoncello, das in der gebräuchlichen Streichquintett-Besetzung nicht vorgesehen ist. Durch die Stärkung des tiefen Fundamentes hebt Schubert besonders die dunkle Klangfarbe hervor. Meist wird die Tonart C-Dur mit Helligkeit und Glanz verbunden. Hier wird sie aber immer wieder ins Mystische, Unheimliche und Trauernde eingetrübt.
Kurz vor seinem Tod komponiert, könnte Schubert hier schon eine Todesahnung in sich gespürt haben. Dennoch gibt es auch die lebensfrohen, heiteren Momente im Scherzo und rhythmische Raffinesse im Allegretto-Finale. Der ungewöhnlich lange erste Satz nimmt fast ein Drittel der gesamten Spielzeit ein, in Schuberts Spätwerk ist dieses Phänomen aber immer wieder zu finden. Der Beginn des Adagios mit seinen weiten Klangflächen und seufzenden Motiven steht im starken Kontrast zum stürmischen Mittelteil. Durch die Verwendung als musikalische Begleitung in verschiedenen Filmen ist vor allem dieser kontrastreiche Satz bekannt und lässt überrascht aufhorchen.