2. Philharmonisches Konzert »Amerikanisch«

- Aaron Copland: Fanfare for the Common man
- Samuel Barber: „The School of Scandal“ Ouvertüre op. 5
- George Gershwin: Rhapsody in blue
- Florence Price: Klavierkonzert D-Dur
- Leonard Bernstein: Sinfonische Tänze aus „West Side Story“
- Claire Huangci, Klavier
- Clemens Schuldt, Dirigent
Mit großem Orchester lassen wir bei diesem »amerikanischen« Konzertabend Jazz, Blues, Broadway-Sound, lateinamerikanische Rhythmen und klassische Sinfonik miteinander verschmelzen. Sie hören die energiegeladenen Tänze aus Leonard Bernsteins Erfolgsmusical »West Side Story«. Hier prallen die Energie und das Feuer der berühmten Tanz-Duelle des Musicals aufeinander. Enorme Tempi und kraftvoller Einsatz des Schlagwerks geben dieser Tanz-Suite ihren besonderen Charakter. Pure Unterhaltung oder moderne Klassik? Diese Musik ist beides. Das große Vorbild für diese Synthese ist George Gershwins »Rhapsody in blue«. Gershwin verbindet darin zum ersten Mal Blues- und Jazz-Harmonien mit der Struktur eines klassischen Klavierkonzerts. Das pulsierende New York der 1920er-Jahre mischt wilde, energiegeladene mit wunderbar melodischen Passagen und einem virtuosen Klavierpart.
Neben diesem bekannten präsentieren wir hier auch ein weniger bekanntes, aber ebenso reizvolles wie stilübergreifendes, US-amerikanisches Klavierwerk: das Klavierkonzert d-Moll von Florence Price, uraufgeführt 1934. Es war lange in Vergessenheit geraten und wurde erst 2009 wiederentdeckt. Price verwebt romantische Harmonien, die an Grieg oder Tschaikowsky erinnern, auf eindrucksvolle Weise mit Elementen ihrer afroamerikanischen Wurzeln. Sie lässt das Klavierkonzert mit einem afroamerikanischen Juba-Tanz und Ragtime-Färbung ausklingen.
Interpretiert werden die Klavierparts von der US-amerikanischen, seit etlichen Jahren in Deutschland lebenden Pianistin Claire Huangci. Sie ist Preisträgerin der Chopin-Wettbewerbe in Europa und den USA, des ARD-Musikwettbewerbs sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda. Das Konzert leitet Clemens Schuldt. Der Gewinner des Donatella Flick Dirigierwettbewerbs zählt zu den neuen internationalen Stars unter den deutschen Dirigenten. Seit 2023 leitet er als Musikdirektor das Orchestre symphonique de Québec und gastierte bei namhaften Orchestern in Europa, den USA und Japan.