6. Klassik am Sonntag

- Josef Martin Kraus: Sinfonie c-Moll VB142 c-Moll VB 142
- Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie concertante Es-Dur KV 364 für Violine, Viola und Orchester
- Juan Crisóstomo de Arriaga: Sinfonie D-Dur D-Dur
- Amihai Grosz, Viola
- Noah Bendix-Balgley, Violine
- Felix Mildenberger, Dirigent
Einmal Mozart, zweimal Mozart? – nein, dreimal Mozart wollen wir Ihnen in diesem Konzertprogramm präsentieren. Im Zentrum dieses Programms steht der große Wolfgang Amadeus Mozart. Aus dem Salzburger Wunderkind ist einer der bis heute meistgespielten Komponisten geworden. Seine »Sinfonia concertante« für Violine und Viola wird von unserem »Artist in Residence« Amihai Grosz gemeinsam mit seinem Kollegen Noah Bendix-Balgley, dem 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, und dem BSOF musiziert. Die Vertrautheit der beiden Musiker untereinander durch das jahrelange gemeinsame Orchesterspiel wird sich hier auch in der Interpretation der Soloparts zeigen.
Gerahmt wird Mozart hier von den beiden Komponisten Joseph Martin Kraus und Juan Crisóstomo de Arriaga. Der aus dem unterfränkischen stammende Kraus war vor allem ein bedeutender Sinfoniekomponist. Ab 1778 war er Hofkapellmeister und Direktor der Königlich Schwedischen Musikakademie in Stockholm. Aufgrund seiner musikalischen Leistungen, seiner Wirkungsstätte in Schweden und vor allem der nahezu identischen Lebensdaten mit Mozart – er überlebte ihn nur um ein Jahr – erhielt Kraus die Bezeichnung »schwedischer Mozart«.
Ähnlich der Betitelung für Kraus wird der spanische Geiger und Komponist Arriaga immer wieder als ein »spanischer Mozart« bezeichnet. Auf den Tag genau 50 Jahre nach Wolfgang Amadeus Mozart geboren, war Arriaga ebenfalls ein musikalisches Wunderkind. Schon als Fünfzehnjährigem wurde ihm am Pariser Konservatorium bescheinigt, er habe erfolgreich ausgelernt. In seinem musikalischen Schaffen lässt sich neben Ouvertüren, Kantaten und Streichquartetten nur eine Sinfonie finden. Das große Potential des Wunderkindes hatte ähnlich wie bei Mozart jedoch kein ganzes Menschenleben Zeit zur Entfaltung. Bereits mit knapp 20 Jahren verstarb Arriaga und ist somit in diesem »mozart’schen« Dreigestirn, in dem alle das Schicksal des frühen Todes ereilte, der Komponist mit der kürzesten Lebenszeit.