6. Sonntagsmatinee »Streichsextette«

- Richard Strauss: »Capriccio« für Streichsextett op.85
- Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett g-Moll KV 516
- Johannes Brahms: Sextett B-Dur op. 18 für 2 Violinen, 2 Violen und 2 Violoncelli
- Klaudyna Schulze-Broniewska, Violine
- Stefan Hunger, Violine
- Amihai Grosz, Viola
- Claudia Georgi, Viola
- Thomas Georgi, Violoncello
- Thomas Wolk, Violoncello
Bevor unser »Artist in Residence« Amihai Grosz 2010 Solobratschist der Berliner Philharmoniker wurde, war er vor allem Kammermusiker. Er gründete 1995 das berühmte Jerusalem Quartet und war bis zu seinem Wechsel ins Orchester Mitglied der Kammermusikformation. Auch neben seiner Verpflichtung im Orchester und Auftritten als Solist ist er immer wieder mit Kammermusikprogrammen zu hören. So auch mit Musikerinnen und Musikern des BSOF.
Für diese Sonntagsmatinee im Atrium des Rathauses Frankfurt (Oder) hat Amihai Grosz zwei Werke für Streichsextett ausgewählt. In seinem »Konversationsstück für Musik« wirft Richard Strauss die Frage nach der Trennbarkeit von Text und Musik auf. Aus dieser Oper »Capriccio« entstammt das Streichsextett, dass im Verlauf der Handlung als separate Musiknummer im Rokokoschloss erklingt. In unserem Programm wird es aus der weiteren Oper herausgelöst und zwei Werken von Mozart und Brahms zur Seite gestellt, wobei die Kammermusik Mozarts für Brahms ein großes Vorbild darstellt. Richard Strauss’ Frage kann hier also ganz zu Gunsten der Musik ausgelegt werden.